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Dezember- Wanderung zum Berg Kpimé (Kpalimé)

Autor: Hanna | Datum: 08 Januar 2018, 10:09 | 0 Kommentare

Nachdem ich die ersten zwei Dezemberwochen wieder krank  im Bett verbracht habe, stand plötzlich schon die Weihnachtszeit vor der Tür. Auch wenn man hier und da ein paar bunte Lichterketten entlang der Straße blinken sehen konnte und ab und zu ein Weihnachtslied zu hören war, nahm sonst alles seinen alltäglichen Lauf. In der Schule wurde bis zum 22.12 noch fleißig gearbeitet, da die Schüler in der letzten Schulwoche in jedem Fach eine Klausur zu schreiben hatten. Für uns war das relativ entspannt, da wir nur die Aufsicht machen mussten. Für die Schüler war diese Zeit jedoch ziemlich anstrengend, da pro Tag bis zu 3 Klausuren hintereinander geschrieben wurden.

Umso größer war die Freude, als endlich die zweiwöchigen Ferien begannen. Für den 23. Dezember hatte Kamul, ein Kollege und guter Freund von uns, einen Ausflug nach Kpalimé in die Berge organisiert. Ursprünglich war ein Programm für Jugendliche geplant, was bei vielen Schülern großes Interesse geweckt hat. Doch unerwarteter Weise nahm leider keiner der Schüler am Ausflug teil, was vermutlich an den 7 Euro Fahrtgeld lag, die jeder hätte zahlen müssen. Andere sollten auf dem Wochenmarkt helfen, wo man samstags oft Schüler sieht, die ihren Eltern beim Gemüse verkaufen unterstützen.

Das fand ich wirklich ziemlich schade, da die Jugendlichen hier in Notse  normaler weise nicht viele Freizeitangebote haben. Anderes als bei uns, ist es nicht üblich in den Urlaub zu fahren oder auch nur am Wochenende einen kurzen Tagesausflug zu machen.

Dennoch war es ein wunderbarer Ausflug, der nicht hätte besser sein können. Bereits die Fahrt war ziemlich abenteuerlich. Zwar sind es  von Notse aus nur 70km bis dorthin, doch aufgrund der mit Schlaglöchern übersäten Sandpiste, dauerte die Fahrt wesentlich länger. Als wir nach 2 Stunden ankamen und nacheinander aus dem etwas maroden Taxi  herauskletterten, mussten wir uns erst einmal von dem roten Staub befreien, mit dem wir von  Kopf bis Fuß bedeckt  gewesen waren. Dieser war während der Fahrt durch die offenen Fenster ins Auto geweht und hatte sich hartnäckig an Haut und Kleidung festgesetzt. Das muss ziemlich lustig ausgesehen haben, wie wir dort am Straßenrand standen und uns gegenseitig abklopften, aber es war definitiv notwendig.

Kurz darauf kamen  Kamuls Freunde dazu, mit den wir uns sehr gut verstanden haben. Die meisten von ihnen sind ebenfalls erst Mitte zwanzig, und legten dementsprechend ein recht sportliches Tempo vor, als wir uns in der Mittagshitze aufmachten, den Berg zu besteigen. Trotz des steilen Aufstiegs bei über 36° Grad, zählt dieser Tag zu einem der schönsten, die ich hier bis jetzt erleben durfte. So eine wunderschöne und ursprüngliche Landschaft, habe ich vorher noch nie gesehen.

In dieser sonst menschenleeren Gegend kamen wir an einer kleinen Ansammlung von Lehmhäusern vorbei, die sich ziemlich versteckt in einem Dickicht aus großen Palmen und anderen Pflanzen befindet. Der Innenhof, war bedeckt von unzählig viele schwarzen Kaffeebohnen, die zum Trocken in der Sonne gelegt wurden. Der Kaffe wird hier direkt in den Bergen angebaut und per Hand gepflückt. Das muss eine wirklich sehr anstrenge Arbeit sein, vor der ich großen Respekt habe, zumal der Preis, den die Kaffebauern dafür erhalten sehr gering ist.

Zum krönenden Abschluss, erreichten wir nach über 3 Stunden wandern, endlich den Wasserfall. Zum Glück hatten alle Badesachen dabei, so dass niemand dem angenehm kalten Wasser widerstehen musste. Nach dieser Erfrischung machten wir uns am frühen Abend  wieder auf den Rückweg, wobei wir zusehen konnten, wie am Horizont die Sonne langsam hinter den Bergkuppen unterging. Solche Bilder kennt man sonst nur aus dem Reiseführer, aber so etwas in echt zu erleben, ist wirklich beeindruckend.

 

 

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